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<title>Winzerschule des Staatsweinguts</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Winzerschule des Staatsweinguts</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Die ehemalige <b>Winzerschule des Staatsweinguts</b> liegt in der Hoflößnitzstraße 60 im Stadtteil <a href="Oberl%C3%B6%C3%9Fnitz" title="Oberlößnitz">Oberlößnitz</a> der sächsischen Stadt <a href="Radebeul" title="Radebeul">Radebeul</a>. Das ehemalige <a href="Schulgeb%C3%A4ude" title="Schulgebäude">Schul-</a> und <a href="Verwaltungsgeb%C3%A4ude" title="Verwaltungsgebäude">Verwaltungsgebäude</a> der <b>sächsischen Weinbau-Versuchs- und Lehranstalt</b> enthielt eine <a href="Kellerei" title="Kellerei">Kellerei</a>; als Verwaltung des Sächsischen Staatsweinguts, einer Anstalt der Landwirtschaftskammer Sachsen, beherbergte es zudem die Vorstandswohnung. Heute dient das 1928 eingeweihte, denkmalgeschützte<sup id="cite_ref-denkmalliste_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-denkmalliste-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Gebäude als <a href="Wohnhaus" class="mw-redirect" title="Wohnhaus">Wohnhaus</a>. Das Grundstück liegt im Denkmalschutzgebiet <i><a href="Historische_Weinberglandschaft_Radebeul" title="Historische Weinberglandschaft Radebeul">Historische Weinberglandschaft Radebeul</a></i><sup id="cite_ref-denkmaltopo_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-denkmaltopo-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sowie im <a href="Landschaftsschutzgebiet" title="Landschaftsschutzgebiet">Landschaftsschutzgebiet</a> <i><a href="L%C3%B6%C3%9Fnitz_(Landschaftsschutzgebiet)" title="Lößnitz (Landschaftsschutzgebiet)">Lößnitz</a></i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Beschreibung">Beschreibung</h2></div>
<p>Das Grundstück liegt am Fuß der <a href="Steillagenweinbau" title="Steillagenweinbau">Weinbau-Steillage</a> der <a href="L%C3%B6%C3%9Fnitz_(Gro%C3%9Flage)" title="Lößnitz (Großlage)">Lößnitz-Weinberge</a>, oberhalb der quer zum Hang verlaufenden Hoflößnitzstraße. An dieser steht eine hohe Bruchstein-<a href="Substruktion" title="Substruktion">Substruktion</a> mit Toren (eines datiert mit <code>1927</code>), hinter denen sich die Kellereiräume befanden. Obenauf stellt die Substruktion eine weite <a href="Terrasse_(Architektur)" title="Terrasse (Architektur)">Terrasse</a> nach Süden dar, begrenzt von einem schlichten Gitter. Auf beiden Seiten stehen <a href="Pergola" title="Pergola">Pergolen</a> auf Sandsteinpfeilern.
</p><p>Auf der Bergseite der Terrasse steht das zweigeschossige Gebäude, fünfachsig entlang der Straße und zweiachsig in der Tiefe. Obenauf sitzt ein hohes, ziegelgedecktes <a href="Walmdach" title="Walmdach">Walmdach</a> mit je einer Giebelgaube je Fensterachse. In der Straßenansicht ist zwischen den Geschossen die Inschrift <code>Staatsweingut</code> angebracht.
</p><p>Das schlicht verputzte Haus wurde „im strengen Heimatstil“<sup id="cite_ref-denkmaltopo_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-denkmaltopo-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> errichtet, was in der Radebeuler Denkmaltopografie synonym für <a href="Heimatschutzstil" class="mw-redirect" title="Heimatschutzstil">Heimatschutzstil</a> verwendet wird. Die Fenster werden von <a href="Klappl%C3%A4den" class="mw-redirect" title="Klappläden">Klappläden</a> eingerahmt; die Haustür auf der Nordseite wird von Sandstein einfasst, über dieser findet sich ein kleiner <a href="Balkon" title="Balkon">Balkon</a>.
</p><p>Rechts des Hauptbaus steht ein eingeschossiges Nebengebäude ebenfalls mit einem Walmdach.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Im Jahr 1913 wurde die <i>Vereinigung zur Förderung des Weinbaus in der Lößnitz</i> gegründet, die im selben Jahr noch auf einer 4000 m² großen Pachtfläche bei der <a href="Hofl%C3%B6%C3%9Fnitz" title="Hoflößnitz">Hoflößnitz</a> eine Rebschule und einen Rebschnittgarten einrichtete. Ziel war es, nach der <a href="Reblauskatastrophe_in_der_L%C3%B6%C3%9Fnitz" class="mw-redirect" title="Reblauskatastrophe in der Lößnitz">Reblauskatastrophe in den 1880er Jahren</a> für die Wiederaufrebung geeignete Pflanzreben zu erzeugen und die Winzer in den benötigten neuen Methoden auszubilden.
</p><p>Unterstützend gründete sich 1921 die <i>Weinbaugenossenschaft eGmbH Oberlößnitz</i>. Diese hatte das satzungsgemäße Ziel: „Errichtung und Betrieb eines Beispielsrebenbaues und einer Beispielskeltereiwirtschaft, sowie Beschaffung der Reben und Verwertung der Trauben und Verkauf fertiger Weine für die Mitglieder“.<sup id="cite_ref-stadtlex_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-stadtlex-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Landeskulturrat übernahm 1925 die Trägerschaft über die Rebschule der Fördervereinigung mit deren zwischenzeitlich auf 2,5 Hektar angewachsener Anbaufläche. Daraus entstand ein <a href="Weinbaudom%C3%A4ne" title="Weinbaudomäne">staatliches Weinbau-Mustergut</a>, das ab Anfang 1927 als <i>Weinbau-Versuchs- und Lehranstalt. Haupt-Rebenzüchtungsstation der Landwirtschaftskammer des Freistaates Sachsen, Schloß Hoflößnitz-Oberlößnitz</i> firmierte. Die Leitung der Domäne lag in den Händen des bereits in der Lößnitz wirkenden Önologen <a href="Carl_Pfeiffer_(%C3%96nologe)" title="Carl Pfeiffer (Önologe)">Carl Pfeiffer</a>.
</p><p>Das Sächsische Wirtschaftsministerium hatte bereits im September 1926 das nördlich der Hoflößnitz sowie unmittelbar östlich am Fuß der <a href="Spitzhaustreppe" title="Spitzhaustreppe">Spitzhaustreppe</a> gelegene Grundstück für einen Verwaltungssitz der Anstalt erworben. Der Entwurf des Verwaltungsbaus mit Winzerschule erfolgte durch den Architekten Siegfried Nagel<sup id="cite_ref-denkmaltopo_2-2" class="reference"><a href="#cite_note-denkmaltopo-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> vom <i>Landbauamt Dresden</i> (oder Oberbaurat <a href="Heinrich_Koch_(Architekt%2C_1873)" title="Heinrich Koch (Architekt, 1873)">Heinrich Koch</a>).<sup id="cite_ref-stadtlex_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-stadtlex-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Errichtung des Gebäudes erfolgte durch den Architekten <a href="Johannes_Eisold" class="mw-redirect" title="Johannes Eisold">Johannes Eisold</a>, die Einweihung fand am 27. Oktober 1928 statt. Neben Verwaltungs- und Schulungsräumen waren insbesondere ein Forschungslabor sowie eine moderne Kellerei mit Gär- und Lagerkellern vorhanden. Die zur Anstalt zugeordnete Rebfläche erhöhte sich im Laufe der Jahre auf sieben Hektar.
</p><p>Im Staatsweingut wurde 1931 zur Verbesserung der Attraktivität der Elbtalweine die sogenannte <a href="Sachsenkeule" title="Sachsenkeule">Sachsenkeule</a> entwickelt, eine ursprünglich grüne <a href="Weinflasche" title="Weinflasche">Weinflasche</a> in Keulenform. Diese stellt ähnlich wie der <a href="Bocksbeutel" title="Bocksbeutel">Bocksbeutel</a> für Frankenweine ein Alleinstellungsmerkmal für reinen Sachsenwein dar.
</p><p>Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Einrichtung an das <i>Staatsweingut Radebeul-Lößnitz</i> angegliedert, mit dem es 1950 im <i><a href="Volksweingut_L%C3%B6%C3%9Fnitz" class="mw-redirect" title="Volksweingut Lößnitz">Volksweingut Lößnitz</a></i> aufging.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Frank Andert (Red.): <cite style="font-style:italic"><a href="Stadtlexikon_Radebeul" title="Stadtlexikon Radebeul">Stadtlexikon Radebeul</a>. Historisches Handbuch für die Lößnitz</cite>. Hrsg.: Stadtarchiv Radebeul. 2., leicht geänderte Auflage. Stadtarchiv, Radebeul 2006, ISBN 3-938460-05-9.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Winzerschule+des+Staatsweinguts&rft.au=Frank+Andert+%28Red.%29&rft.btitle=Stadtlexikon+Radebeul.+Historisches+Handbuch+f%C3%BCr+die+L%C3%B6%C3%9Fnitz&rft.date=2006&rft.edition=2.%2C+leicht+ge%C3%A4nderte&rft.genre=book&rft.isbn=3938460059&rft.place=Radebeul&rft.pub=Stadtarchiv" style="display:none"> </span></li>
<li><a href="Volker_Helas" title="Volker Helas">Volker Helas</a> (Bearb.): <cite style="font-style:italic">Stadt Radebeul</cite>. Hrsg.: Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Große Kreisstadt Radebeul (= <cite style="font-style:italic"><a href="Denkmaltopographie_Bundesrepublik_Deutschland" title="Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland">Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland</a>. Denkmale in Sachsen</cite>). Sax-Verlag, Beucha 2007, ISBN 978-3-86729-004-3.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Winzerschule+des+Staatsweinguts&rft.au=Volker+Helas+%28Bearb.%29&rft.btitle=Stadt+Radebeul&rft.date=2007&rft.genre=book&rft.isbn=9783867290043&rft.place=Beucha&rft.pub=Sax-Verlag&rft.series=Denkmaltopographie+Bundesrepublik+Deutschland.+Denkmale+in+Sachsen" style="display:none"> </span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Winzerschule_des_Staatsweinguts?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Winzerschule des Staatsweinguts</a></span></b> – Sammlung von Bildern</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-denkmalliste-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-denkmalliste_1-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><span id="DDBLS08950291"></span><a rel="nofollow" class="external text" href="https://denkmalliste.denkmalpflege.sachsen.de/CardoMap/Denkmalliste_Report.aspx?HIDA_Nr=08950291">Eintrag in der Denkmaldatenbank des Landes Sachsen zur Denkmal-ID 08950291</a> (PDF, inklusive Kartenausschnitt) – Staatsweingut. Abgerufen am 23. März 2021.</span>
</li>
<li id="cite_note-denkmaltopo-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-denkmaltopo_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-denkmaltopo_2-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-denkmaltopo_2-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text"><a href="Volker_Helas" title="Volker Helas">Volker Helas</a> (Bearb.): <cite style="font-style:italic">Stadt Radebeul</cite>. Hrsg.: Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Große Kreisstadt Radebeul (= <cite style="font-style:italic"><a href="Denkmaltopographie_Bundesrepublik_Deutschland" title="Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland">Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland</a>. Denkmale in Sachsen</cite>). Sax-Verlag, Beucha 2007, ISBN 978-3-86729-004-3, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>150 und beiliegende Karte</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Winzerschule+des+Staatsweinguts&rft.au=Volker+Helas+%28Bearb.%29&rft.btitle=Stadt+Radebeul&rft.date=2007&rft.genre=book&rft.isbn=9783867290043&rft.pages=150+und+beiliegende+Karte&rft.place=Beucha&rft.pub=Sax-Verlag&rft.series=Denkmaltopographie+Bundesrepublik+Deutschland.+Denkmale+in+Sachsen" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-stadtlex-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-stadtlex_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-stadtlex_3-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><i>Weinbau-Versuchs- und Lehranstalt.</i> In: Frank Andert (Red.): <cite style="font-style:italic"><a href="Stadtlexikon_Radebeul" title="Stadtlexikon Radebeul">Stadtlexikon Radebeul</a>. Historisches Handbuch für die Lößnitz</cite>. Hrsg.: Stadtarchiv Radebeul. 2., leicht geänderte Auflage. Stadtarchiv, Radebeul 2006, ISBN 3-938460-05-9, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>217<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>f</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Winzerschule+des+Staatsweinguts&rft.au=Frank+Andert+%28Red.%29&rft.btitle=Stadtlexikon+Radebeul.+Historisches+Handbuch+f%C3%BCr+die+L%C3%B6%C3%9Fnitz&rft.date=2006&rft.edition=2.%2C+leicht+ge%C3%A4nderte&rft.genre=book&rft.isbn=3938460059&rft.pages=217+f&rft.place=Radebeul&rft.pub=Stadtarchiv" style="display:none"> </span></span>
</li>
</ol>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">51.112361111111</span><span class="longitude">13.662961111111</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:51.112361111111,13.662961111111"><span title="Breitengrad">51° 6′ 44,5″ <abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">13° 39′ 46,7″ <abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
</p></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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